Amtsgericht – Wuppertal

Projekt

Amtsgericht – Wuppertal

Kategorie
Putz und Stuck I Ziegelmauerwerk
Auftraggeber
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW
Immobilienmanagement Justiz
Niederlassung Düsseldorf
Zeitraum
2025
Ort
Wuppertal

Das vom Fachplanungsbüro untersuchte Objekt ist der Innenhof des Amtsgerichts in Wuppertal aus dem Jahre 1908. Die vier Fassaden umfassen die Materialien Ziegel, Putz, Glasbausteine und Holz. Die Fassade zieht sich über insgesamt 4 Stockwerke und wird vom Dach abgeschlossen. Zierelemente aus Putz, Ziegel und Muschelkalk geben Einblick in den zur Erbauungszeit vorherrschenden Historismus. Zu erkennen ist, dass der Innenhof in einer vergangenen Maßnahme schon einmal umgebaut wurde. Hiervon zeugen Ziegelergänzungen, die ersichtlich machen, wie die Überdachung des Innenhofes einmal ausgesehen haben muss. Dabei ist die Bodenfläche des Innenhofes nun das Dach für die darunterliegende Kantine/Haustechnik und mit einer Bitumenebene abgedichtet. In der Ostecke wurde nachträglich ein Aufzug mit einer Stahl-Glaskonstruktion eingebaut. Um das Treppenhaus mit mehr Licht zu versorgen wurden große Teile der Fassade durch Glasbausteine ausgetauscht.


Im Auftrag des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW erfolgte im Juni 2025 eine detaillierte Begutachtung der Fassaden des Innenhofes. Ziel der Begutachtung war es, qualitative und quantitative Befunde zum Schadensbild der Fassadensubstanz zu erhalten, um auf Basis dieser Erkenntnisse ein erstes Maßnahmenkonzept zur Sanierung der Fassaden zu entwickeln, das auf die objektspezifischen Gegebenheiten abgestimmt ist. Nach diesen Rahmenbedingungen erfolgte eine optische und haptische Prüfung der Flächen zur Erfassung und Charakterisierung der verbauten Werkstoffe und der unterschiedlichen Schadensphänomene.

Neben der Einordnung in maßnahmenrelevante Phänotypen und dem darauf basierenden Schadensglossar sowie Untersuchungsbericht mit detaillierter Beschreibung, fachtechnischen Bewertung und Maßnahmenempfehlung wurden im Rahmen der Auswertung Kartierungspläne und CAD-basierte und mit Orthofotos hinterlegte Schadens- und Bestandspläne erarbeitet. Anhand dieser konnten sowohl die einzelnen Mengen der verschiedenen verbauten Materialien ermittelt werden als auch ein Einblick über das Ausmaß der Schädigungen gegeben werden.