Schloss Jägerhof – Düsseldorf

Projekt

Schloss Jägerhof – Düsseldorf

Kategorie
Naturstein
Auftraggeber
Landeshauptstadt Düsseldorf, Amt für Gebäudemanagement
Zeitraum
2013/2014; 2022/24
Ort
Düsseldorf

Ein erster Jägerhof ist bereits Mitte des 17. Jahrhunderts belegt und wurde Mitte des 18. Jahrhunderts zu einem Lustschloss im Stil des Rokoko umgestaltet.

Das Mauerwerk besteht im Kern aus Ziegelmauerwerk mit einem aufliegenden mineralischen Verputz und einem zeittypischen, rosafarbenen monochromen Anstrich. Die umlaufende Sockelzone aus Werksteinquadern und die Fenstereinfassungen sind aus Muschelkalk, weitere Fassadengliederungen sind zum Teil aus Trachyt/Andesit gearbeitet. Die Gesimse des Dachgeschosses sowie die Fenster und Türen der Fassaden sowie die Fenster des Dachgeschosses bestehen aus Holz mit verschiedenfarbigen Anstrichen. Diverse Bauteile sind mit Metallabdeckungen und Verwahrungen versehen.

Im Auftrag der Stadtverwaltung Düsseldorf, Amt für Gebäudemanagement erfolgte im November 2013 eine Befahrung und Begutachtung der Fassaden des Gebäudes Schloss Jägerhof in Düsseldorf durch das LRP-Fachplanungsbüro. Intention der Begutachtung war es, qualitative und quantitative Befunde zum Schadensbild der Fassadensubstanz zu erhalten, um auf Basis dieser Erkenntnisse ein erstes Maßnahmenkonzept zur Sanierung der Fassaden zu entwickeln, das auf die objektspezifischen Gegebenheiten abgestimmt ist. In einem weiteren Planungsschritt können anschließend eine Ausführungsplanung und die Erstellung von Leistungsverzeichnissen zur Sanierung durchgeführt werden. Im Rahmen der Begutachtung erfolgte eine optische und haptische Prüfung der Flächen zur Erfassung und Charakterisierung der verbauten Werkstoffe und der unterschiedlichen Schadensphänomene.

Die denkmalrelevanten Fassaden- und Bauteilflächen des Schlosses Jägerhof in Düsseldorf wurden in den Jahren 2019 bis 2024 im Rahmen der Sanierungsplanung und ‑ausführung der Planungsstufe II umfassend untersucht, bewertet und instandgesetzt. Diese mehrjährige Maßnahme bildete einen zentralen Baustein zur Sicherung des langfristigen Erhalts des Baudenkmals. Im Mittelpunkt stand die Umsetzung eines denkmalgerechten Sanierungskonzepts, das sowohl die historische Substanz schützt als auch die funktionalen Anforderungen eines öffentlich genutzten Gebäudes berücksichtigt. Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit den zuständigen Denkmalbehörden und unter Anwendung anerkannter restauratorischer und konservatorischer Standards.

Unser Team hatte dabei die umfassende Projektverantwortung für die Leistungsphasen 5 bis 9 gemäß HOAI. für sämtliche an der Fassade tätigen Gewerke (Naturstein-, Putz-, Maler-, Tischler-, Bauklempner- und Metallbauarbeiten).

Insbesondere in der Leistungsphase 9 kommt der Erstellung eines Instandhaltungskonzeptes eine besondere Bedeutung zu. Dieses Konzept wird als zusätzliche (besondere) Leistung erbracht und bildet die Grundlage für die langfristige Sicherung der im Zuge der Sanierung erreichten Ergebnisse. Es dient dazu, die Erhaltung des Gebäudes über den Sanierungszeitraum hinaus planbar, nachvollziehbar und nachhaltig zu gestalten.